Durchgangsarzt - Berufshaftpflicht Ärzte || Vergleich Arzthaftpflicht

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Durchgangsarzt

Durchgangsarzt  (D-Arzt und H-Arzt)
 
Das Durchgangsarztverfahren (kurz D-Arzt-Verfahren) regelt die Behandlung  und Abrechnung  eines Arbeitsunfalls in Deutschland. Es kommt also nur in den Fällen zur Anwendung, in denen  eine gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Behandlung  übernimmt.
 
Ein Durchgangsarzt ist ein Facharzt, der von den Berufsgenossenschaften eine besondere Zulassung erhalten  hat. Der D-Arzt soll als Quasi-Vertreter der Unfallversicherung das gesamte Heilverfahren steuern, er ist also von der Erstversorgung über die Rehabilitation bis hin zur Festlegung von Entschädigungsleistungen koordinierend tätig. In Deutschland  gibt es ca. 3.500  zugelassene Durchgangsärzte. Teilweise wird der Arzt hierbei hoheitlich tätig (Entscheidung,  ob ein Arbeitsunfall vorliegt oder nicht); hierfür haftet  die Berufsgenossenschaft.  Die Deckung über den Berufshaftpflichtvertrag umfasst ausschließlich Ansprüche privatrechtlichen  Inhalts.
 
Die Mitversicherung der D-Arzttätigkeit ist automatisch ohne besonderen Einschluss oder Nennung  im Vertrag gegeben.
 
Der H-Arzt darf in den Fällen behandeln, in denen  ein nicht zugelassener Arzt den Patienten an den D-Arzt überweisen muss. (Arbeits- unfähigkeit  mehr als 1 Tag, Behandlungsdauer länger als 1 Woche). Der H-Arzt ist nicht mit der Steuerung der Heilbehandlung beauftragt,  sondern  nimmt nur passiv daran  teil. Er darf nur die Patienten  behandeln, die seine Praxis aufsuchen. Der H-Arzt muss unfallmedizinische  Kenntnisse nachweisen können. Die Zulassung ist für Ärzte gedacht, die nicht die strengen Anforderungen der D-Ärzte erfüllen, aber viele Patienten  mit Arbeitsunfällen behandeln.
 
Die H-Arzttätigkeit ist bei allen niedergelassenen Ärzten, die diese Voraussetzungen erfüllen, mitversichert.
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